Öffnet in einem neuen Tab
Aktualisiert am 14. Oktober 2026

Website-Angebot prüfen: So erkennst du ein faires Angebot

Kurz gesagt: Ein faires Website-Angebot nennt den genauen Leistungsumfang, einen Festpreis oder klaren Kostenrahmen, einen Launch-Termin, alle laufenden Kosten nach dem Launch und regelt, wem Domain, Inhalte und Zugangsdaten gehören. Fehlt einer dieser Punkte, ist das Angebot nicht automatisch schlecht, aber du solltest nachfragen, bevor du unterschreibst.

Du hast ein Angebot für deine neue Website auf dem Tisch und fragst dich, ob der Preis passt und ob alles drinsteht? Mit dieser Checkliste prüfst du es in zehn Minuten, auch ohne Technikwissen.

Du hast schon ein Angebot? Hol dir ein Gegenangebot.
Beschreib dein Projekt in sechs kurzen Fragen und schick mir dein vorliegendes Angebot danach an info@bossert-webconcept.de. Du bekommst innerhalb von 24 Stunden ein Gegenangebot mit Festpreis, kostenlos und unverbindlich.

Checkliste: Das gehört in jedes Website-Angebot

PunktDarauf achtenWarnsignal
1. LeistungsumfangAnzahl der Seiten und Funktionen einzeln aufgeführtnur „Website nach Absprache“
2. PreisFestpreis oder klarer Kostenrahmen, netto und brutto erkennbarnur ein Stundensatz ohne Schätzung
3. Designindividuelles Design oder angepasste Vorlage, klar benanntunklar, ob ein Kauf-Theme genutzt wird
4. Texte und Bilderwer sie liefert und was Zusatzinhalte kostenEinpflege deiner Inhalte nicht erwähnt
5. KorrekturschleifenAnzahl der enthaltenen Feedbackrundenkeine Angabe, jede Änderung nach Aufwand
6. Zeitplanverbindlicher Launch-Termin oder Kalenderwoche„so schnell wie möglich“
7. TechnikSystem (z. B. WordPress), Hosting, SSL, Ladezeitproprietäres System ohne Umzugsmöglichkeit
8. SEO-GrundlagenSeitentitel, Beschreibungen, saubere Struktur, SitemapSEO als teures Extra für Selbstverständliches
9. RechtlichesImpressum, Datenschutz, Cookie-Banner, ggf. BarrierefreiheitRechtstexte „liefert der Kunde“ ohne Hinweis
10. Laufende KostenHosting, Domain, Wartung, Lizenzen pro Monat oder Jahrlaufende Kosten fehlen komplett
11. Eigentum und Zugangwem Domain und Inhalte gehören, Admin-Zugang für dichDomain läuft auf den Dienstleister, kein Zugang
12. Zahlung und KündigungAnzahlung, Restzahlung, Laufzeit, was bei Kündigung passiert100 % Vorkasse, keine Regelung zur Kündigung

Versteckte Kosten: Wo Angebote teurer werden als gedacht

Die meisten bösen Überraschungen stehen nicht im Angebot, sondern fehlen darin. Diese Posten solltest du gezielt ansprechen:

  • Zusätzliche Korrekturen: Sind zwei Feedbackrunden enthalten, wird jede weitere nach Stunden abgerechnet.
  • Einpflege von Inhalten: Manche Angebote bauen nur das Gerüst, deine Texte und Bilder einzupflegen kostet extra.
  • Bildrechte und Lizenzen: Stockfotos, Schriften oder Premium-Plugins können jährlich Gebühren kosten oder auf den Dienstleister lizenziert sein.
  • Wartung nach dem Launch: Ohne Updates veraltet eine WordPress-Seite schnell. Kostet die Wartung extra, gehört sie in deinen Vergleich.
  • Kleine Änderungen später: Eine neue Telefonnummer oder ein Team-Foto. Frag, ob das nach Aufwand, im Paket oder gar nicht möglich ist.
  • Umzug oder Herausgabe: Willst du später wechseln, sollte klar sein, ob und wie du deine Website mitnehmen kannst.

Ist der Preis angemessen?

Als grobe Orientierung: Eine Website für ein kleines Unternehmen kostet beim Freelancer meist 1.000 bis 5.000 Euro, bei einer Agentur 1.500 bis 20.000 Euro, dazu kommen laufende Kosten. Liegt dein Angebot deutlich darüber, frag nach, welche Leistungen den Preis treiben. Liegt es deutlich darunter, prüfe besonders genau, was fehlt. Alle Spannen, Rechenbeispiele und laufenden Kosten findest du im Ratgeber Was kostet eine Website?

Wichtiger als die Summe ist, ob du Gleiches mit Gleichem vergleichst. Ein Angebot für 2.000 Euro ohne Wartung kann nach drei Jahren teurer sein als eines für 1.300 Euro mit Monatspauschale, oder umgekehrt.

Mehrere Angebote vergleichen: Vorlage

Hol zwei bis drei Angebote ein und trag die wichtigsten Punkte nebeneinander ein. So siehst du sofort, wo die Unterschiede liegen:

KriteriumAngebot AAngebot BAngebot C
Einmalige Kosten (netto)
Laufende Kosten pro Monat
Kosten nach 3 Jahren
Anzahl Seiten
Individuelles Design?
Texte enthalten?
Korrekturschleifen
Launch-Termin
Wartung und Updates enthalten?
Domain auf deinen Namen?
Tipp: Die Zeile „Kosten nach 3 Jahren“ ist die aussagekräftigste. Rechne einmalige Kosten plus 36 Monate laufende Kosten.

Diese Fragen solltest du vor dem Unterschreiben stellen

  1. Was genau ist im Preis enthalten, und was würde extra kosten?
  2. Wie viele Korrekturrunden sind enthalten?
  3. Bis wann ist die Website online, und was passiert bei Verzug?
  4. Auf wessen Namen wird die Domain registriert?
  5. Bekomme ich einen eigenen Admin-Zugang?
  6. Welche laufenden Kosten fallen nach dem Launch an?
  7. Kann ich die Website später selbst bearbeiten oder zu einem anderen Anbieter umziehen?
  8. Ist die Website barrierefrei, und brauche ich das für mein Unternehmen?

Ob dein Unternehmen eine barrierefreie Website braucht, klärt der Beitrag Barrierefreie Website: Was das BFSG bedeutet.

Zweite Meinung: Gegenangebot in 24 Stunden

Der einfachste Vergleich ist ein zweites Angebot für genau denselben Umfang. Ich erstelle dir eins mit Festpreis, Zeitplan und allen laufenden Kosten, sodass du beide Angebote direkt mit der Checkliste oben vergleichen kannst.

Gegenangebot anfordern
Beschreib dein Projekt in sechs kurzen Fragen und schick mir dein vorliegendes Angebot danach an info@bossert-webconcept.de. Du bekommst innerhalb von 24 Stunden ein Gegenangebot mit Festpreis, kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen zum Website-Angebot

Wie viele Angebote sollte ich einholen?

Zwei bis drei reichen meist. Mehr Angebote machen den Vergleich nicht besser, sondern unübersichtlicher. Wichtiger ist, dass alle Anbieter dasselbe Briefing bekommen.

Was ist ein Briefing und brauche ich eins?

Ein Briefing beschreibt dein Projekt: Ziel der Website, Zielgruppe, gewünschte Seiten und Funktionen, Beispiele, die dir gefallen, und dein Budget. Je klarer es ist, desto genauer und vergleichbarer werden die Angebote. Schon eine Seite Stichpunkte hilft.

Ist ein sehr günstiges Angebot unseriös?

Nicht unbedingt. Oft fehlen aber Leistungen, die später extra kosten, etwa Texte, Wartung oder Korrekturen. Prüf ein günstiges Angebot deshalb besonders genau mit der Checkliste oben.

Darf ein Webdesigner nachträglich mehr verlangen?

Bei einem vereinbarten Festpreis grundsätzlich nur, wenn sich der Umfang ändert, etwa durch zusätzliche Seiten oder Funktionen. Was als Änderung gilt, sollte deshalb im Angebot stehen. Im Streitfall hilft eine Rechtsberatung, dieser Text ersetzt sie nicht.

Ist eine Anzahlung üblich?

Ja, viele Webdesigner verlangen einen Teil vorab und den Rest zum Launch oder in Etappen. Vorsicht ist geboten, wenn der komplette Betrag vor Projektbeginn fällig wird.

Du willst ein Angebot, das alle Punkte dieser Checkliste erfüllt? Beschreib dein Projekt in sechs kurzen Fragen im Projekt-Konfigurator. Du bekommst innerhalb von 24 Stunden ein schriftliches Angebot mit Festpreis, Zeitplan und allen laufenden Kosten.

Was kostet deine Website konkret? Sechs Fragen, Angebot in 24 Stunden.
Projekt starten →
Angebot in 24 h anfordern →